Burnout im Herzen ist keine Diagnose. Und es ist nicht einfach ein Synonym für einen medizinischen Burnout.
Es ist mein Erklärmodell für eine bestimmte Form innerer Erschöpfung:
Du funktionierst nach außen weiter, während du innerlich immer mehr Kraft dafür verbrauchst, deine eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wahrheiten zu übergehen.
Wie oben erläutert, beschreibt Burnout im Herzen einen Zustand der Leere im Herzen. Es ist ein Gefühl, zu wissen, dass man handeln sollte, aber aktuell keine Energie mehr dafür aufbringt. Burnout im Herzen beschreibt das Funktionieren im Alltag, während man sich immer weiter von seiner Seele entfernt. Es geht dabei nicht um eine Kategorisierung, sondern darum, dieses Auseinanderdriften greifbar zu machen.
Burnout im Herzen ist auch nicht als medizinische Alternative zu einer Depression gemeint. Es ist überhaupt kein medizinischer Begriff. Es beschreibt ein anderes Erleben: Du funktionierst weiter – und fühlst dich trotzdem innerlich immer weiter von dir selbst entfernt.
Liebeskummer kann „Burnout im Herzen“ verursachen, ist aber weder Folge noch Voraussetzung. Burnout im Herzen ist deutlich mehr als Liebeskummer. Eher so ein Herzschmerz über das eigene Leben.
Vielleicht bist du nicht leer, weil dir etwas fehlt. Vielleicht bist du leer, weil von dir selbst immer weniger übrig geblieben ist.
Du brauchst sicherlich nicht noch mehr von dem, was dein Leben voller macht.
Du brauchst wieder mehr von dir darin.
Verstehen reduziert Gefühle jedoch nicht automatisch. Es geht vielmehr darum, die unsichtbare Blockade hinter deinem Stillstand, deinem Selbstverrat und deiner emotionalen Erschöpfung zu lösen, ohne dass du dich neu erfinden musst.
Im Moment brichst du dir permanent selbst das Herz und stehst unter emotionaler Daueranspannung. Ruhe fühlt sich verdächtig an. Nach außen bist du stark. Aber innerlich bist du einfach nur müde.